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Südtiroler Sanitätsbetrieb | 03.04.2018 | 18:34

Startschuss für den neuen Dienst der Neuroradiologie

Vor gut einem Monat gegründet hat die Neuroradiologie Bozen-Trient nun auch einen Leiter. Der neue Primar Benedetto Petralia unterzeichnete heute (3.4.2018) im Beisein von Generaldirektor Thomas Schael seinen Vertrag.

Sanitätsdirektor Thomas Lanthaler, Primar Benedetto Petralia, Generaldirektor Thomas Schael (v.l.)ZoomansichtSanitätsdirektor Thomas Lanthaler, Primar Benedetto Petralia, Generaldirektor Thomas Schael (v.l.)

Die Neuroradiologie ist ein hochspezialisiertes, klinisches Fachgebiet, das auf die Diagnostik und die Behandlung von Erkrankungen und Veränderungen des Zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark) spezialisiert ist. Für Südtirol und das Trentino wurde vor Kurzem auf der Grundlage eines gemeinsamen Abkommens der neue Dienst mit Direktion in Bozen geschaffen. Nun konnte der Südtiroler Sanitätsbetrieb mit Benedetto Petralia einen ausgewiesenen und anerkannter Experten im Bereich Neuroradiologie als Primar für diesen neuen Dienst gewinnen, der mit 16. Mai seinen Dienst aufnehmen wird.

Petralia hat an der Universität Catania Medizin studiert und kann einen Facharzttitel in Neurologie (Universität Modena) und Radiodiagnostik (Universität Udine) vorweisen. Seit 1993 ist Petralia am Universitätskrankenhaus Udine tätig und hat sich dort seit Beginn auf den Bereich Basisdiagnostik (funktionale Magnetresonanz, Gehirnperfusion) und diagnostischen und interventionellen endovaskulären Behandlungen im Gehirn und Rückenmark gewidmet. In enger Zusammenarbeit mit der dortigen Neurochirurgie und Neurologie hat Petralia die interventionelle Neuroradiologie etabliert und weiterentwickelt und im Bereich der miniinvasiven endovaskulären Behandlung von Gehirn und Rückenmark ein Exzellenz-Zentrum geschaffen. „Um eine Expertise aufzubauen und die Lernkurve hoch zu halten,“ so Benedetto Petralia nach der Unterschrift unter seinem Arbeitsvertrag in Bozen, „ist ein Einzugsgebiet mit einer Million Einwohner nötig. Dabei geht man von rund 200 Fällen aus, die eine Intervention erfordern.  Das reicht von notwendigen endovaskulären Behandlungen in Gehirn und Rückenmark bis zu einem Iktus (Schlaganfall).“
Worin sieht Petralia die größte Herausforderung bei seiner neuen Aufgabe? „Es gilt nun“, so Petralia“, „zwei Teams, zwei Arbeitsstile und wohl auch zwei unterschiedliche Zugänge zusammenzuführen und ein neues, schlagkräftiges Team mit zwei Standorten, nämlich Bozen und Trient, aufzubauen.“

SABES-Generaldirektor Thomas Schael: „Dank der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit dem Generaldirektor des Sanitätsbetriebes Trient Paolo Bordon und den Verantwortlichen der Dienste für Radiologie, Neurologie und Neurochirurgie in Bozen und Trient konnte das Projekt so schnell umgesetzt werden. Italienweit ist die Schaffung eines derartigen Dienstes über die Betriebs- und Provinzgrenzen hinaus ein absolutes Novum und ermöglicht es uns, die Bevölkerung der beiden Provinzen noch besser zu versorgen.“
SABES-Sanitätsdirektor Thomas Lanthaler: „Gerade im Hinblick der – aufgrund der demografischen Entwicklung – Zunahme von ischämischen Schlaganfällen, intrazerebralen Blutungen und Aneurysmarupturen ist die Schaffung einer Neuroradiologischen Abteilung im Einzugsgebiet der Region Trentino-Südtirol angezeigt.“

Bei der Berufung von Benedetto Petralia wurde die gesetzlich vorgesehene Möglichkeit der Direktberufung angewandt.

Mitte Mai wird der neue Dienst der Neuroradiologie Bozen-Trient im Rahmen einer Pressekonferenz ausführlich der Öffentlichkeit vorgestellt.

Informationen für die Medien:
Abteilung Kommunikation, Marketing und Bürgeranliegen des Südtiroler Sanitätsbetriebes, Tel. 0471 907153

(PAS)



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