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Südtiroler Sanitätsbetrieb | 23.05.2019 | 15:25

Onkologische Chirurgie erneut zertifiziert

Bereits seit 2015 sind die in die onkologische Betreuung involvierten Abteilungen und Dienste des Südtiroler Sanitätsbetriebes nach dem ISO-Standard 9001 zertifiziert. Nach dem in den letzten Monaten erfolgreich durchgeführten Re-Zertifizierungsprozess fand am vergangenen Dienstag (21.5.2019) die feierliche Übergabe der neuen Zertifikate statt.

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Insgesamt die stolze Zahl von 44 Abteilungen und Diensten, allesamt vereint im onkologischen Netzwerk des Südtiroler Sanitätsbetriebes, konnten sich über das Zertifikat ISO 9001 freuen.
Die Vertreter der Abteilungen und Dienste des onkologischen Betreuungspfades nahmen aus den Händen von Sanitätsdirektor Thomas Lanthaler und der Pflegedirektorin Marianne Siller in der Eurac die Qualitätsurkunden entgegen.

Der Prozess zur Reform der onkologischen Betreuung in Südtirol wurde bereits am im Jahre 2011 konkret angegangen. Wie bereits 2015 wurde auch 2019 der Weg zur Zertifizierung von der Gesellschaft Bureau Veritas begleitet. Der Bestätigung der Zertifizierung der 44 Abteilungen und Dienste vorausgegangen war ein mehrwöchiges Re-Zertifizierungsverfahren, das im Grunde einer Neu-Zertifizierung entsprach, da diesmal die neuen Richtlinien der ISO-Zertifizierung angewandt wurden.
Generaldirektor Florian Zerzer würdigte in seiner Begrüßungsrede den Einsatz und die Mehrarbeit aller Beteiligten und unterstrich gleichzeitig den damit erreichten Erfolg: „Ich möchte mich für Ihre Arbeit herzlich bedanken! Dass diese Früchte trägt, zeigen die Zahlen. Vergleicht man nämlich die Mortalitätsrate bei verschiedenen Tumorerkrankungen der Zeiträume 2010 bis 2013 mit jener der Jahre 2014 bis 2017, dann können wir einen Rückgang feststellen. Beim Magenkarzinom hat sich die Mortalitätsrate um 27 Prozent verringert, beim Nierenkarzinom um 25 Prozent, beim Blasenkarzinom um 17 Prozent und beim Dickdarm- sowie beim Brustkarzinom um 7 Prozent. Dies ist das Ergebnis der gemeinsamen harten Arbeit aller beteiligten Abteilungen unserer Krankenhäuser.

Die ISO-Zertifizierung ist die Basis für eine klinische Zertifizierung, die etwa von Fachgesellschaften wie der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) oder der European Society of Breast Cancer Specialists (EUSOMA) vergeben wird.
Im Rahmen des Projekts des Südtiroler Sanitätsbetriebes „Zertifizierung der onkologischen Chirurgie“ waren auch interdisziplinär besetzte telematische Konferenzen, die so genannten Tumorboards, eingeführt worden. Durch diese Möglichkeit der interdisziplinären Abklärung der Fälle über Krankenhaus- und Bezirksgrenzen hinweg, konnte die Qualität der Behandlung erhöht und die Überlebensrate für Patientinnen und Patienten gesteigert werden. Nicht zuletzt wurde damit auch die Gesprächs- und Diskussionskultur gefördert.

Milena Cattelan von der Stabsstelle Qualität der Generaldirektion bedankte sich ebenfalls für den besonderen Einsatz, den alle Beteiligten bei der Re-Zertifizierung an den Tag gelegt hatten und Luca Armanaschi, Direktor der Abteilung für Krankenhausbetreuung sowie Leiter des Projekts „Zertifizierung der onkologischen Chirurgie“ unterstrich, dass das Ziel sowohl der ISO-Zertifizierung als auch der klinischen Zertifizierungen immer die Qualitätssteigerung bei der Versorgung der onkologischen Patientinnen und Patienten sei.
Moderiert wurde die Zertifikatsübergabe von Sandra Girardi (Stabsstelle Qualität der Generaldirektion).

Informationen für die Medien: Abteilung Kommunikation, Marketing und Bürgeranliegen des Südtiroler Sanitätsbetriebes, Tel. 0471 907153

(PAS)


Florian Zerzer Zoomansicht Florian Zerzer
Milena Cattelan Zoomansicht Milena Cattelan
Luca Armanschi Zoomansicht Luca Armanschi

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