Hauptinhalt

Vor der Analyse (Präanalytik)

Allgemeines

Ein leider oft zu wenig beachtetes Thema ist die Präanalytik, also sämtliche Teilschritte von der Entscheidung eine Analyse durchführen lassen zu wollen bis zur eigentlichen Bestimmung des Analyten. Fehler während dieser Zeit sind die häufigste Ursache für klinisch unplausible Resultate.

Es sind bei der Interpretation von Ergebnissen auch gewisse Einflussfaktoren zu beachten – nämlich unveränderliche (z.B. Alter, Geschlecht, Rasse) und veränderliche (z.B. Ernährung, Entnahmezeitpunkt, Körperlage, Aktivität). Einige dieser Einflussfaktoren sind bekannt und teilweise in unseren Referenzwerten berücksichtigt.

Funktionstests (z.B. Dexamethason-Hemmtest, Prolaktin-Basis/ 30Min) und die Bestimmung von instabilen Analyten (z.B. Katecholamine) verlangen darüber hinaus das Einhalten spezieller Vorschriften.

Die korrekte Patientenindentifikation ist einer der entscheidenden Schritte in der präanalytischen Phase. Internationale Organisationen, die sich mit dem Thema der Patientensicherheit befassen, empfehlen die sog. „Zwei-Merkmale-Methode“ zur korrekten Patientenidentifikation vor jeder diagnostischen oder therapeutischen Maßnahme.


Blut

Idealerweise erfolgt eine Blutentnahme am sitzenden bzw. liegenden, nüchternen Patienten um 07:00 Uhr in der Früh. Da dies nicht immer realisierbar ist, sollten die Blutentnahmen möglichst immer unter denselben Bedingungen durchgeführt werden.

Jedes Blutentnahmeröhrchen muss mit dem richtigen Patientenetikett beklebt sein (unbeschriftetes Material wird von uns nicht angenommen). Das Patientenetikett bitte senkrecht auf die Röhrchen kleben, sodass der Füllstand erkennbar ist und die Informationen auf dem Patientenetikett gut lesbar sind.

Eine korrekte Entnahme hilft, viele Fehlerquellen auszuschalten. Gerinnungshemmende Zusätze in den Blutentnahmeröhrchen können manche Tests stören. Auch dürfen auf keinem Fall Röhrchen mit dem Inhalt von anderen Röhrchen (andere Stöpselfarbe) aufgefüllt werden.

Die Farbkodierung ist deshalb strikt zu beachten:

  • EDTA-Röhrchen (violetter oder rosafarbener Stöpsel): werden verwendet für die Bestimmung von Blutbild, NH3, HbA1c, Laktat und Blutsenkungsgeschwindigkeit, ACTH, PTH, etc. Sofort nach der Abnahme gut schwenken, um eine Gerinnselbildung zu vermeiden.
  • Gerinnungs-Röhrchen (blauer Stöpsel): müssen unbedingt bis zur Markierung gefüllt werden, um korrekte Resultate zu gewährleisten. Schaumbildung bei der Entnahme ist zu vermeiden. Bei unvollständiger Füllung muss eine erneute Probe entnommen werden. Sofort nach der Abnahme gut schwenken, um eine Gerinnselbildung zu vermeiden.
  • Heparin-Röhrchen (grüner Stöpsel) bzw. Serum-Röhrchen (roter Stöpsel): hier hat die Füllhöhe auf die Richtigkeit der Analyse keinen Einfluss. Um jedoch die Summe der Parameter bewältigen zu können, wäre ein volles Röhrchen von Vorteil.

Wichtige Hinweise:

  • Venöse Stauung darf nur kurzfristig angelegt werden. Empfohlen werden maximal 30 Sekunden. Eine Minute sollte jedenfalls nicht überschritten werden, da es sonst zu einem Anstieg der Konzentration von makromolekularen Substanzen wie Enzymen, Lipiden und Proteinen und daran gebundenen Elektrolyten wie Calcium und Magnesium kommt. Eine aufrechte Körperhaltung hat denselben Effekt.
  • Wiederholter Faustschluss Pumpen während der Blutentnahme führt zu einem Anstieg von Kalium und Magnesium.
  • Starke körperliche Belastung und einige therapeutische und diagnostische Maßnahmen wie i.m. Injektionen und Prostatapalpation führen zum Anstieg von diversen Enzymen und Substraten.
  • Nahrungsaufnahme vor der Entnahme ist zu unterlassen, da sehr viele Parameter dadurch verändert werden. Für einige Parameter existieren spezielle Diätvorschriften.
  • Grundsätzlich soll eine Probe nicht gelagert werden, sondern unmittelbar nach der Abnahme ins Labor gebracht werden. Ein zu langes Intervall zwischen Blutentnahme und Abtrennen der zellulären Bestandteile führt z.B. zu einem Anstieg von Kalium und Verlust von Glukose.
  • Für einige Parameter (z.B. ACTH, Calcitonin, Renin) existieren spe-zielle Vorschriften für den Transport.
  • Die korrekte Angabe des Entnahmezeitpunktes ist besonders wichtig bei Parametern, die circadianen Rhythmen unterliegen (z.B. auch Eisen und Cortisol) oder bei Funktionstests (z.B. Dexamethason-Hemmtest, Synacthen-Test, Prolaktin-Stimulations-Test).
  • Hämolyse (z.B. durch fehlerhafte Entnahme oder durch falsche Lagerung) im Plasma bzw. Serum führt zu Anstieg von Kalium und einer Reihe von Enzymen, z.B. LDH, CK, AST. Außerdem stört die durch Häm bedingte Eigenfärbung bei einer Reihe von Farbreaktionen.
  • Ikterisches Plasma bzw. Serum kann bei Absorptionsmessungen im Bereich zwischen 400-500 nm interferieren.
  • Lipämie des Plasmas bzw. Serums führt durch Verdrängungseffekte zu einer scheinbaren Erniedrigung der Elektrolyte (Natrium, Kalium, Calcium). Die Trübung kann bei Turbidimetrie- und Absorptionsmessungen stören.
  • Arzneimittel (einschließlich Plasmaexpander) und ihre Metabolite zeigen Interferenzen durch Eigenfarbe (Rifampicin, Antrachinone), durch Fluoreszenz (Tetrazykline), durch reduzierende Eigenschaften (Ascorbinsäure, Dopa) oder durch Chelatbildung (Phenothiazine). Generell ist zu beachten, dass Arzneimittel die Resultate von Laboranalysen nicht nur durch methodische Interferenzen beeinflussen können, sondern dass häufiger unbekannte resp. unerwartete pharmakologische Effekte in-vivo zu Veränderungen führen.

Oraler Glukose-Toleranztest (oGGT)

Der Test wird ohne Vormerkung bei ambulanten Patienten direkt im Blutentnahmezentrum durchgeführt.
Gesamtdauer des Aufenthaltes: ungefähr 2 Stunden

Vorbereitung für den Test:

  • Nüchterner Zustand seit 6-8 Stunden vor Einnahme der Glukose; Einnahme von Wasser ist erlaubt.
  • An den drei vorangehenden Tagen kann der Patient seine normale physische Aktivität ausüben, er muss Mahlzeiten mit mindestens 150 Gramm Kohlehydraten zu sich nehmen.
  • Patienten nach einem Eingriff im Gastro-Intestinal-Trakt dürfen keinem oGTT unterzogen werden.

Durchführung des Tests bei ambulanten Patienten:

  • Der Kunde begibt sich ins Blutentnahmezentrum, zieht eine Vormerknummer mit Vorrang (Medikamentenbestimmung), lässt die Annahme vornehmen und wartet vor den Blutentnahmeboxen bis er an der Reihe ist.
  • Das Pflegepersonal führt die Blutentnahme durch und führt zur gleichen Zeit einen Glukose-Schnelltest durch, um herauszufinden, ob der Patient der oralen Glukosezufuhr unterzogen werden kann. Ergibt dieser Test einen Glukose-Wert von ≤150, wird dem Patienten eine Zuckerlösung (75g in 180ml) zu trinken gegeben. Anschließend kann er im Wartesaal für Patienten, die sich einer Funktionsprobe unterziehen, Platz nehmen.
  • Während der Wartezeit muss der Patient sitzen oder liegen bleiben (nicht herumlaufen) und darf weder essen noch trinken noch rauchen.
  • Bei schwangeren Patientinnen wird nach 60 Minuten eine Zwischen- Glukose- Blutentnahme durchgeführt. Alle übrigen Patienten machen die zweite Blutentnahme 120 Minuten nach Glukose-Einnahme. Zu diesem Zeitpunkt wird bei schwangeren Patientinnen die dritte Blutentnahme durchgeführt.


Im Dokument “Patienteninformation zur Durchführung des oralen Blutzuckerbelastungstest (oGTT)“ auf unserer Homepage finden sich alle Informationen zum oGGT.


Spontanharn allgemein

Spontanharnproben sind eher für qualitative Aussagen geeignet. Sind exakte quantitative Aussagen erwünscht (z.B. für Elektrolyte), sollte die Bestimmung aus dem Sammelharn angestrebt werden. Dem Spontanharn sind keine Stabilisatoren zuzusetzen.

Als Spontanharnprobe wird der Mittelstrahl des ersten oder zweiten Morgenharns verwendet. Bei ambulanten Patienten bzw. Kunden kann die Probe zu Hause oder auf den Toiletten des Blutentnahmezentrums gesammelt werden. Die Sammlung muss in den vom Blutentnahmezentrum ausgegebenen Behältern oder in Behältern, die in der Apotheke gekauft werden können, erfolgen. Das Labor nimmt keine anderen Behälter an.

Sammlung des Mittelstrahlharns:

  • ersten Urinstrahl ins WC laufen lassen
  • den folgenden (mittleren) Urinstrahl im bereit gestellten Harnbehälter auffangen
  • den Behälter gut verschließen, um das Verschütten der Probe während des Transportes zu verhindern

Im Dokument “Sammlung von Mittelstrahlharn“ auf unserer Homepage finden sich alle Informationen zur der Sammlung des Spontanharns.

Für den Drogenschnelltest und für den Schwangerschaftstest kann jeder Spontanharn zur Anwendung kommen.


Spontanharn für die Harnkultur

Der Spontanharn für eine Harnkultur muss schnellstmöglich nach Sammlung im Labor abgegeben werden. Falls dies nicht innerhalb von zwei Stunden möglich ist, muss die Probe vorübergehend bei 4-8°C im Kühlschrank gelagert werden.

Sammlung des Mittelstrahlharns bei Frauen:

  • Hände mit Wasser und Seife waschen und abtrocknen;
  • die äußeren Genitalien und den Harnröhrenausgang gut mit Wasser und Seife reinigen, mit Wasser spülen und abtrocknen;
  • die großen Schamlippen während der Miktion spreizen;
  • den ersten Urinstrahl ins WC laufen lassen;
  • den folgenden zweiten Teil direkt in den sterilen Sammelbehälter laufen lassen; darauf achten, das Innere des Behälters oder den Deckel auf keinen Fall zu berühren;
  • den Behälter gut verschließen, um das Verschütten der Probe während des Transports zu verhindern.

Sammlung des Mittelstrahlharns bei Männern:

  • Hände mit Wasser und Seife waschen und abtrocknen;
  • Vorhaut zurückstreifen, Harnröhrenausgang und umgebendes Gebiet gut mit Wasser und Seife reinigen;
  • Bei zurückgestreifter Vorhaut den ersten Urinstrahl ins WC laufen lassen;
  • den folgenden zweiten Teil direkt in den sterilen Sammelbehälter laufen lassen; darauf achten, das Innere des Behälters oder den Deckel auf keinen Fall zu berühren;
  • den Behälter gut verschließen, um das Verschütten der Probe während des Transportes zu verhindern.

Sammlung mittels Harnsäckchen bei Kleinkindern:

  • Die Sammlung mittels Harnsäckchen kann bei Säuglingen und bei Kleinkindern durchgeführt werden, wenn eine Sammlung des Mittelstrahlharns nicht möglich ist.
  • die äußeren Genitalien und den Harnröhrenausgang gut mit Wasser und Seife reinigen, mit Wasser spülen und sehr gut abtrocknen,
  • Harnsäckchen ankleben, indem man es sehr gut im Bereich rund um die Genitalien andrückt-bei Mädchen muss das Ankleben von unten nach oben erfolgen, wobei die Beine gut gespreizt werden müssen;
  • Den Säugling/das Kleinkind viel trinken lassen;
  • Wenn nach 120 Minuten keine Miktion stattgefunden hat muss das Säckchen entfernt und nach einer erneuten Reinigung durch ein neues ersetzt werden;
  • sobald sich auch nur eine geringe Menge an Urin im Säckchen befindet, kann dieses entfernt und gut verschlossen werden, indem man die beiden klebenden Bereiche aneinanderklebt.
  • Alles in einen Behälter geben (Becher oder Ähnliches) und schnellstmöglich ins Blutentnahmezentrum bringen.

Im Dokument “Sammlung von Mittelstrahlharn“ auf unserer Homepage finden sich alle Informationen zur der Sammlung des Spontanharns.


Sammelharn (24-Stunden-Harn)

Um eine korrekte Messung durch das Labor zu gewährleisten, sind die entsprechenden Sammelvorschriften (inkl. evtl. notwendiger Stabilisatoren) unbedingt zu beachten. Der Patient ist genau zu instruieren:

  • Die Harnsammlung erfolgt in einem sterilen, graduierten Plastikbehälter, mit einem Fassungsvolumen von 2,5-3,0 Litern. Diese Behälter sind im Zentrallabor oder in der Apotheke erhältlich. Der Behälter ist kühl zu lagern (z.B. Kühlschrank, Keller) um einen Abbau der im Harn befindlichen Substanzen zu vermeiden (Ausnahme Nachweis der Porphyrine).
  • Die Sammlung des 24-Stunden-Harns beginnt nachdem der erste Harn (morgens gegen 07:00 Uhr) weggeschüttet wurde und dauert bis zum folgenden Tag inklusive der Sammlung des ersten Morgenharns. Nach der Sammlung muss der Harn umgehend im Zentrallabor abgegeben werden.
  • Bei einigen Analysen (siehe weiter unten) muss als stabilisierende Substanz Salzsäure hinzugefügt werden. Da die Berührung mit Salzsäure gefährlich ist, bewirkt Verätzungen und kann auch Gegenstände (v.a. Kleidung) beschädigen, müssen folgende Anweisungen berücksichtigt werden:
    • Den Harn in einem anderen Behälter sammeln.
    • Den Sammelbehälter öffnen und wegen der Salzsäure-Dämpfe etwas auf Distanz halten, um diese nicht einzuatmen.
    • Den Harn langsam in den Sammelbehälter schütten, um Spritzer zu vermeiden.
    • Die Hände dabei vorsichtshalber mit wasserundurchlässigen Handschuhen schützen.
    • Den Sammelbehälter gut verschlossen und für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Im Dokument “Anweisungen für die Sammlung des 24-Stunden-Harns mit Stabilisatoren" und im Dokument „Anweisungen für die Sammlung des 24-Stunden-Harns (ohne Stabilisatoren)“ auf unserer Homepage finden sich alle Informationen zur Sammlung des 24-Stunden-Harns.

Spezielle Vorschriften für Sammelharn mit Säurezugabe:

  • Calcium und Phosphat: Beim Harnsammeln über 24 Stunden bildet sich ohne Säurezusatz ein Sediment, welches zu einem großen Teil aus schwerlöslichen, anorganischen Salzen besteht (z.B. Calciumphosphat, Calciumoxalat, Magnesiumammoniumphosphat). Das Dekantieren von Harn für die Laboruntersuchung hat zur Folge, dass die schwerlöslichen Salze, die sich als Sediment am Boden des Sammelgefäßes angesammelt haben, bei der Laboruntersuchung nicht miterfasst werden. Dies führt zu falsch tiefen Calcium- und Phosphatwerten im Harn. Durch Zugabe von Salzsäure zum Harn können diese Salze in Lösung gehalten werden. Dabei ist ein pH-Wert von <3 einzuhalten.

 

Zusammenfassende Übersicht zum Sammelharn

Analysen, die nur mit Säurezusatz durchgeführt werden können:

Analysen, die auch aus angesäuertem Harn durchgeführt werden können:

Analysen, die nur ohne Säurezusatz durchgeführt werden können:

Calcium

Natrium

Chlorid

Phosphat

Kalium

Osmolalitäa

 

Kreatinin

Eiweiß

 

 

Albumin

 

 

Alpha 1-Mikroglobulin

 

 

 

 IgG

Falls Analysen aus Harn mit und ohne Säurezusatz notwendig sind, muss der Harn an zwei verschiedenen Tagen gesammelt werden.


Konkremente

Trocken und ohne Zusätze in ein sauberes vom Labor oder einer Apotheke ausgehändigtes gut verschließbares und verschließbares Gefäß geben. Keine Zugabe von Formalin oder sonstigen Flüssigkeiten! Bitte solides Transportgefäß verwenden.


Liquor

Mit Blut vermischter Liquor ist für chemische Analysen ungeeignet. Bei der Sammlung wird empfohlen, die ersten Tropfen zu verwerfen. Gesammelt wird am besten in drei Entnahmeröhrchen (nur die sterilen Röhrchen mit blauem Schraubverschluss verwenden). Liquor sofort nach Entnahme persönlich im Labor abliefern (Zellzählung muss rasch erfolgen).


Körperflüssigkeiten

Für jede Körperflüssigkeit sind spezifische Standarduntersuchungen sowie einige, gezielt anforderbare Zusatzuntersuchungen vorgesehen.

Im Dokument “Untersuchung von Körperflüssigkeiten“ auf der Intranet-Seite des Sanitätsbetriebs finden sich alle Informationen bezüglich Art der Annahme der Standarduntersuchung, anforderbare Zusatzuntersuchungen und Art der Probenröhrchen.

Für die Untersuchung von Körperflüssigkeiten muss folgendes berücksichtigt werden:

  • Das Untersuchungsmaterial muss persönlich ins Labor gebracht werden.
  • Die Untersuchungen werden werktags Montag bis Freitag von 08:00 bis 16:00 Uhr durchgeführt.
  • Falls eine dringende Untersuchung nötig ist, außerhalb des oben genannten Zeitraums, muss das Labor kontaktiert werden und Untersuchungen wie CEA und alle mikroskopischen Untersuchungen werden im Routinebetrieb nachgeliefert.

Schweiß

Der Schweißtest muss direkt in den Blutentnahmezimmern beim Pflegepersonal oder telefonisch unter der Telefonnummer 0471-909661 von 10:00-11.30 Uhr vorgemerkt werden. Gesamtdauer des Aufenthaltes: ungefähr 1 Stunde

Vorbereitung für den Test:

  • Salzhaltige Nahrungsmittel müssen in den Tagen vor Durchführung des Tests vermieden werden.
  • Der Test kann nicht durchgeführt werden, wenn eine Gastroenteritis vorliegt.

Durchführung des Tests:

  • Der Test ist nicht invasiv.
  • Wechselwäsche und eventuell ein warmes Getränk sollten mitgebracht werden.

Stuhl auf okkultes Blut

Spezielle Vorschriften für die Gewinnung einer Stuhlprobe:

  • Vor der Durchführung des Tests ist keine besondere Diät einzuhalten.
  • Den Test nicht während der Menstruation oder bei Hämorrhoiden durchführen.
  • Auf das Etikett Namen, Geburtsdatum und Datum schreiben. Die Anweisungen für die Probensammlung genau befolgen.
  • Für die Suche nach okkultem Blut werden eigene Behälter verwendet, die vom Personal der Blutentnahmezentren gratis zur Verfügung gestellt werden. Beim Öffnen des Behälters muss darauf geachtet werden, dass die darin enthaltene Flüssigkeit nicht verschüttet wird. Das Stäbchen am Deckel in fünf verschiedene Bereiche der Stuhlprobe eintauchen und wieder in den Behälter zurückstecken, indem man den Deckel schließt. Es ist nicht notwendig, dass große Stuhlmengen am Stäbchen haften bleiben. Bis zur Probenabgabe im Labor kann der Behälter im Kühlschrank bei 4-8ºC für maximal 3 Tage aufbewahrt werden.
  • Die Flüssigkeit aus dem Behälter darf nicht eingenommen werden. Sollte die Flüssigkeit mit Augen, Mund oder Haut in Berührung kommen, die Stellen sorgfältig mit Wasser spülen.

Im Dokument “Stuhl auf okkultes Blut: Anweisungen für die Probensammlung“ auf unserer Homepage finden sich alle Informationen zur der Gewinnung einer Stuhlprobe.


Calprotektin im Stuhl

In ein sauberes vom Labor oder einer Apotheke ausgehändigtes gut verschließbares Gefäß, oder in die von der Gastroenterologie oder der Pädiatrie ausgehändigten, eigenes für diese Untersuchung vorgesehenen Gefäß geben. Keine Zugabe von Formalin oder sonstigen Flüssigkeiten!


Sperma

Sperma wird benötigt zur Beurteilung der männlichen Fertilität (Spermiogramm). Aus organisatorischen Gründen ist es notwendig die Untersuchung im Sekretariat des Labors werktags von Montag bis Freitag von 10:00-17:00 Uhr persönlich oder telefonisch unter der Nummer 0471-908306 vorzumerken.

Vorbereitung des Patienten:

  • Um eine korrekte Beurteilung der Fertilität zu ermöglichen, muss eine Zeit der sexuellen Abstinenz eingehalten werden, die mindestens drei Tage, aber nicht mehr als sieben Tage andauern soll.
  • Unter Abstinenz versteht man das Fehlen einer Ejakulation (Geschlechtsverkehr, Masturbation, spontane nächtliche Ejakulation).
  • Mit Fieber sollte man die Untersuchung nicht durchführen, außer eventuelle mikrobiologische Untersuchungen.

Anweisungen zur Gewinnung der Samenflüssigkeit:

  • Das Sekretariat des Labors stellt den geeigneten Behälter für die Gewinnung der Samenflüssigkeit zur Verfügung.
  • Es darf nur dieser Behälter verwendet werden, das Labor nimmt keine Proben an, die in anderen, nicht geeigneten Behältern gesammelt wurden.
  • Es wird die gesamte Samenflüssigkeit, welche mittels Masturbation gewonnen wurde, gesammelt werden.
  • Falls die Sammlung zu Hause durchgeführt wird, muss die Probe bei 25-37°C (Jackentasche innen) in aufrechter Position und gut verschlossen transportiert werden und innerhalb 45 Minuten (zwischen 08:30 und 09:30 Uhr) im Labor abgegeben werden.
  • Falls es nicht möglich ist, die Probe innerhalb von 45 Minuten abzugeben (z.B. nicht Ortsansässige), muss die Sammlung im Labor durchgeführt werden.
  • Die Einnahme von Medikamenten muss dem Arzt des Labors mitgeteilt werden.

Im Dokument “Anweisungen für die Gewinnung der Samenflüssigkeit (Spermiogramm)“ auf unserer Homepage finden sich alle Informationen zur der Gewinnung von Sperma.