Hauptinhalt

Coronavirus

News

Im Blickpunkt | 07.02.2020

Coronavirus (2019-nCoV)

Coronavirus: Informationen

Coronaviren verursachen in Menschen verschiedene Krankheiten, von gewöhnlichen Erkältungen bis hin zu gefährlicheren potenziell Krankheiten. Wichtige Informationen finden Sie hier.

Allgemeines

[Informationen des Robert Koch Instituts, Deutschland]

Was sind Coronaviren?
Coronaviren wurden erstmals Mitte der 60er Jahre identifiziert. Sie können sowohl Menschen als auch verschiedene Tiere infizieren, darunter Vögel und Säugetiere. Coronaviren verursachen in Menschen verschiedene Krankheiten, von gewöhnlichen Erkältungen bis hin zu gefährlicheren potenziell Krankheiten.


Symptome

Welche Symptome werden durch Coronaviren ausgelöst?
Gewöhnliche Coronaviren verursachen meistens milde Erkältungssymptomatik mit Husten und Schnupfen. Bestimmte Coronaviren können aber auch schwere Infektionen der unteren Atemwege verursachen, und zu Lungenentzündungen führen. Das neue Coronavirus scheint mit einem schwereren Verlauf einherzugehen. Todesfälle traten allerdings bisher vor allem bei Personen auf, die bereits zuvor an schweren Grunderkrankungen litten.


Vorsorge

Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?
Um die Ausbreitung respiratorisch übertragbarer Krankheiten zu vermeiden, sollten ganz besonders in Regionen mit Erkrankungsfällen durch das neuartige Coronavirus gute Händehygiene, Husten- und Nies-Etikette sowie Abstand zu Erkrankten gehalten werden. Diese Maßnahmen sind in Anbetracht der Grippewelle aber überall und jederzeit angeraten.


Weitere Informationen

Die aktuellsten Informationen finden Sie auf folgenden Seiten:


Fragen und Antworten

Was ist ein Coronavirus?
Coronaviren bilden eine große Familie von bekannten Viren, die beim Menschen leichte Erkältungen bis hin zu schweren Erkrankungen wie das „Nahost-Atemwegssyndrom“ (kurz MERS) und das „Schwere Akute Respiratorische Syndrom“ (kurz SARS) verursachen können.

Was ist ein neues Coronavirus?
Ein neues Coronavirus (CoV) ist ein neuer Coronavirus-Stamm, der noch nie zuvor beim Menschen identifiziert wurde.

Kann der Mensch mit einem neuen Coronavirus tierischen Ursprungs infiziert werden?
Detaillierte Untersuchungen haben gezeigt, dass 2002 in China SARS-CoV von Zibetkatzen und 2012 in Saudi-Arabien MERS-CoV von Dromedaren auf Menschen übertragen wurden. Es sind viele Coronaviren bekannt, die unter Tieren zirkulieren und bislang noch keine Menschen infiziert haben. Nachdem sich die Überwachung weltweit nach und nach verbessert, ist es wahrscheinlich, dass mehr Coronaviren identifiziert werden.

Welche Symptome zeigt eine Person, die mit einem Coronavirus infiziert ist?
Dies hängt vom Virus ab, aber die häufigsten Symptome sind Fieber, Husten und Atembeschwerden. In schweren Fällen kann die Infektion eine Lungenentzündung, ein schweres akutes Atemwegssyndrom, Nierenversagen und sogar den Tod verursachen.

Können Coronaviren von Mensch zu Mensch übertragen werden?
Ja, einige Coronaviren können von Mensch zu Mensch übertragen werden, in der Regel nach engem Kontakt mit einer infizierten Person, etwa zwischen Familienmitgliedern oder in Gesundheitseinrichtungen.

Gibt es einen Impfstoff gegen einen neuen Coronavirus?
Nein, da es sich um eine neue Krankheit handelt, ist noch kein Impfstoff verfügbar. Die Zeiten für die Herstellung eines Impfstoffes könnten relativ langwierig sein.

Wie wird ein neuer Coronavirus behandelt?
Für die Behandlung der Krankheit, die durch ein neues Coronavirus verursacht wird, gibt es keine spezifische Behandlung. Die Behandlung richtet sich nach den Symptomen des Patienten. Eine unterstützende Therapie kann sehr wirksam sein.

Was kann ich tun, um mich zu schützen?
Die Empfehlungen, um  die Ausbreitung und Übertragung von verschiedenen Atemwegserkrankungen zu verringern, beinhalten    eine gute Hygiene der Hände (Hände häufig mit Seife und Wasser oder Alkohollösungen waschen),  und der Atemwege (Mundschutzmaske tragen, in ein Taschentuch oder in den gebeugten Ellbogen niesen oder husten, Taschentücher sofort nach Gebrauch in einen geschlossenen Behälter werfen und die Hände waschen). Enger Kontakt zu Personen mit Symptomen von Atemwegserkrankungen wie Husten und Niesen ist nach Möglichkeit zu vermeiden. Atemwegserkrankungen werden für gewöhnlich nicht durch Lebensmittel übertragen. Für den Umgang mit Lebensmitteln gelten die üblichen Hygienevorkehrungen, dabei ist darauf zu achten, dass rohe und gekochte Lebensmittel nicht miteinander in Berührung kommen.

Was wird insbesondere in Hinblick auf das in China identifizierte neue Coronavirus (2019-nCoV) empfohlen?
Verschieben Sie Reisen in die betroffenen Gebiete in China, wenn diese nicht unbedingt notwendig sind.
Die Risikogebiete in China sind unter folgendem Link abrufbar:  https://www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019/situation-reports/

Wer sich in Risikogebiete nach China begibt, sollte sich mindestens zwei Wochen vor der Reise gegen die saisonale Grippe impfen lassen.
Weiters wird empfohlen, den Besuch von Märkten mit lebenden Tieren und mit frischen Lebensmitteln tierischer Herkunft zu vermeiden, den Kontakt mit Personen mit Atemwegsbeschwerden zu vermeiden und sich häufig die Hände zu waschen. Wenn eine Person während ihres Aufenthalts in Risikogebieten Atemwegssymptome (Husten, Halsschmerzen, Atembeschwerden) entwickelt, sollte sie sofort einen Arzt aufsuchen. Falls Sie nicht italienische Bürger sind, wenden Sie sich bei Ihrer Rückkehr im Bedarfsfall an die Botschaft oder das Konsulat Ihres Landes. Falls bei Ihnen innerhalb von zwei Wochen nach Ihrer Rückkehr aus den Risikogebieten Atemwegssymptome (Fieber, trockener Husten, Halsschmerzen, Atembeschwerden) auftreten, treffen Sie folgende Vorsichtsmaßnahmen:

• Kontaktieren Sie die kostenlose Rufnummer des Gesundheitsministeriums 1500.
• Tragen Sie eine Atemschutzmaske, wenn Sie mit anderen Menschen in Kontakt sind.
• Verwenden Sie Einwegtaschentücher und waschen Sie sich regelmäßig die Hände.

Sind Bedienstete des Gesundheitswesens durch ein neues Coronavirus gefährdet?
Ja, es ist möglich, denn das Pflegepersonal  kommt häufiger mit Patienten in Kontakt als die allgemeine Bevölkerung. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt den Bediensteten im Gesundheitswesen, dass sie konsequent geeignete allgemeine Maßnahmen zur Prävention und Kontrolle von Infektionen  und insbesondere von Atemwegsinfektionen anwenden.

Wo traten die 2019-nCoV-Infektionen auf?
Am 31. Dezember 2019 hat die Gesundheitskommission der Stadt Wuhan (China) der WHO eine Häufung von Lungenentzündungsfällen unbekannter Ursache in der Provinz Hubei gemeldet. Am 9. Januar 2020 berichtete das chinesische Zentrum für die Kontrolle von Krankheiten (Center for Disease Control, CDC), dass ein neues Coronavirus (2019-nCoV) als Erreger identifiziert und die Genomsequenz veröffentlicht wurde. Am 30. Januar hat die Weltgesundheitsorganisation den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen.
Am 2. Februar 2020 wurden insgesamt 14.557 Fälle bestätigt, 14.411 davon in China, mit 304 Todesfällen. Auf den Philippinen wurde der erste Todesfall außerhalb Chinas registriert. Weitere Fälle wurden in folgenden Ländern gemeldet:
• In Asien: Japan, Republik Korea, Singapur, Malaysia, Kambodscha, Philippinen, Thailand, Nepal, Sri Lanka und Indien
• In Amerika: USA und Kanada
• In Europa: Frankreich, Finnland, Deutschland, Italien, Russische Föderation, Spanien, Schweden und Vereinigtes Königreich
Weitere Fälle wurden außerdem in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Australien bestätigt.
Die epidemiologische Situation verändert sich laufend, die WHO veröffentlicht täglich einen aktuellen Lagebericht unter folgendem Link: https://www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019/situation-reports/

Wie hoch ist das Risiko einer Ausbreitung in Europa?
Das Risiko wird auf globaler Ebene als hoch eingestuft. Die Wahrscheinlichkeit eines Imports von weiteren Fällen nach Europa ist mittel bis hoch. Durch die Anwendung von geeigneten Präventions- und Kontrollmaßnahmen gegen Infektionskrankheiten, vor allem in Gesundheitseinrichtungen von Ländern der EU/EEA mit direkten Flugverbindungen zu den Risikogebieten, ist das Risiko einer sekundären Infektion innerhalb der EU/EEA gering.

Wie infiziert man mit dem Coronavirus?
Es sind noch mehr Informationen nötig, um den Übertragungsmodus und die klinischen Manifestationen des Virus zu verstehen. Die Möglichkeit einer Übertragung von Mensch zu Mensch wurde inzwischen sowohl in China als auch in anderen Ländern bestätigt. Der Ursprung des neuen Virus ist noch nicht bekannt. Daher ist es ratsam, das generelle Risiko einer Ansteckung mit akuten Atemwegserkrankungen bei Aus- und Einreisen in die betroffenen Gebiete möglichst gering zu halten.

Was ist zu tun, wenn Sie sich kürzlich in Risikogebieten aufgehalten haben?
Falls bei Ihnen innerhalb von zwei Wochen nach Ihrer Rückkehr aus den Risikogebieten Atemwegssymptome (Fieber, trockener Husten, Halsschmerzen, Atembeschwerden) auftreten, treffen Sie folgende Vorsichtsmaßnahmen:
• Informieren Sie das Gesundheitsministerium über die kostenlose Telefonnummer 1500 über die kürzlich erfolgte Reise
• Tragen Sie eine chirurgische Gesichtsmaske, wenn Sie mit anderen Menschen in Kontakt sind.
• Verwenden Sie Einwegtaschentücher und waschen Sie sich regelmäßig die Hände.

Was ist zu tun, wenn Sie einen Aufenthalt im Krankenhaus hatten, in dem eine erkrankte Person eingeliefert wurde?
Das Risiko einer Übertragung besteht nur, wenn Sie engen und längeren Kontakt mit dem Patienten hatten. Zudem werden Erkrankte, die an der neuen Coronavirus-Infektion leiden, in von anderen Patienten abgetrennten Bereichen aufgenommen.

Was empfiehlt die WHO den Staaten?
Die WHO geht vom Auftreten weiterer Fälle weltweit aus und fordert daher alle Länder auf, ihre Präventions- und Kontrollmaßnahmen zu verschärfen, für die Früherkennung und die Isolierung der Fälle zu sorgen und geeignete Verfahren einzuleiten, um eine weitere Verbreitung einzudämmen, auch durch eine engmaschige Kontrolle aller Kontakte der betroffenen Personen. Die Länder werden aufgefordert, ihre mit den internationalen Gesundheitsvorschriften (2005) im Einklang stehenden Vorkehrmaßnahmen für Gesundheitsnotfälle zu verstärken und alle Informationen zu den aufgetretenen Fällen und den eingeleiteten Maßnahmen mitzuteilen. Insbesondere sollen korrekte Hygienemaßnahmen verstärkt angewendet werden, um das Risiko einer Mensch-zu-Mensch-Übertragung zu verringern.

Welches Überwachungssystem wurde für dieses Virus auf nationaler Ebene eingeführt?
Italien hat ein nationales Überwachungssystem für das neue Virus eingerichtet.
Das Gesundheitsministerium, das in ständigem Kontakt mit der WHO , dem ECDC, der europäischen Kommission  steht, überwacht kontinuierlich die Situation und veröffentlicht den neuesten Stand umgehend auf seinem Portal. Die WHO hat einen „Gesundheitsnotstand internationaler Tragweite“ ausgerufen. Deshalb hat am 31. Januar 2020 der Ministerrat in Italien den Gesundheitsnotstand aufgrund der Verbreitungsgefahr des Coronavirus ausgerufen.

Welche spezifischen Gesundheitsmaßnahmen für Reisende wurden in unserem Land eingeleitet?
Nachdem China den Ausbruch der Epidemie bekanntgab, hat Italien sofort die Empfehlung erlassen, alle nicht zwingend notwendigen Flüge nach Wuhan aufzuschieben. Mit der Verbreitung der Epidemie wurde diese Empfehlung auf Flüge nach ganz China ausgedehnt. China hat alle Flüge aus Wuhan gestrichen.
Das Gesundheitsministerium hat am 30. Januar 2020 die Aussetzung des gesamten Flugverkehrs in die Chinesische Volksrepublik, einschließlich in die Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macao, angeordnet. Die Maßnahme gilt auch für Taiwan.
Bei Verdacht einer Infektion mit dem neuen Coronavirus (auf der Grundlage klinischer Symptome und epidemiologischer Informationen) an Bord eines Fluges, egal aus welchem Herkunftsland, wird sofort ein Notfallverfahren angewandt. Es sieht vor, dass der Patient in ein ausgewiesenes Krankenhaus in einen isolierten Bereich eingeliefert wird und alle engen Kontakte des Patienten aufgezeichnet werden.
In den Flughäfen liegt Informationsmaterial für international Reisende auf Italienisch, Englisch und Chinesisch auf.

Wo finden Sie weitere Informationen über den neuen Coronavirus?
Das Gesundheitsministerium hat eine eigene Webseite eingerichtet:
www.salute.gov.it/nuovocoronavirus und die kostenlose Telefonnummer 1500 aktiviert. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Istituto superiore di sanità - Epicentro.
Das Istituto Spallanzani in Rom veröffentlicht täglich um zirka 12.00 Uhr einen Bericht zu den bestätigten Fällen in Italien und zu den Testergebnissen der überwachten Kontaktpersonen.

Quelle: Generaldirektion für Prävention und Gesundheitsvorsorge

Letzte Aktualisierung: 06.02.2020