Hauptinhalt

Wer soll geimpft werden?

Wer soll geimpft werden?Die Impfgruppen im Detail:

  • Kinder ab 6 Monaten und junge Erwachsene bis 27 Jahren
  • Chronisch Kranke älter als 65
  • Frauen im 2. oder 3. Schwangerschaftsdrittel;
  • Frauen, deren Geburtstermin weniger als 6 Monate zurückliegt, oder in deren Abwesenheit die Person, welche das Kind kontinuierlich betreut;
  • Frühgeborene von 6 - 24 Monaten mit Geburt <28. SSW und Geburtsgewicht <800g
  • Kinder > 6 Monate, die einen Kinderhort besuchen; Minderjährige, die in Wohngemeinschaften leben oder institutionalisiert sind.
  • Personen mit chronischen Grunderkrankungen (ab 6 Monaten) 
    - Chronische Atemwegserkrankungen, einschließlich Asthma, bronchopulmonäre Displasie, zystische Fibrose und BPC
    - Schwere Herzkreislauferkrankungen einschließlich der angeborene und erworbenen Kardiopathien
    - Diabetes mellitus und andere Stoffwechselkrankheiten
    - Nierenerkrankungen mit Insuffizienz
    - Schwere Lebererkrankungen und Zirrhose
    - Erkrankungen der Hämopoese und Hämoglobinopathien
    - Neoplasien
    - Angeboren oder erworbene Erkrankungen mit Antikörpermangel
    - Immunsuppression durch Medikamente oder HIV
    - Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und Malabsorptionssyndrome
    - Krankheiten mit erhöhtem Aspirationsrisiko der Atemwegssekrete, z.B. neuromuskuläre Erkrankungen
    - Fettsucht mit BMI >30 und schweren Begleiterkrankungen
  • Familiäre oder enge Kontaktperson von nicht impfbaren Risikogruppenangehörigen wegen zeitweiliger oder andauernder Kontraindikation

Angehörige der essentiellen Dienste sind laut Rundschreiben des Gesundheitsministeriums vom 14. Oktober 2009 u.a.: 

  • Personal der Polizeibehörden, Carabinieri, Gefängnisaufsichtspersonal, Finanzwache, Feuerwehr, Zivilschutz
  • Personal anderer wichtiger öffentlicher Dienste (Lehrpersonal, öffentliches Verkehrspersonal, Post usw.)
  • BlutspenderInnen

Personen, die einer der obgenannten Gruppen angehören, sind aufgerufen, die Impfung wahrzunehmen (und eine Bescheinigung des jeweiligen Dienstes / der Pathologie mitzubringen).

Diese pandemische Grippe befällt vor allem Kinder und junge Erwachsene. Sie können auf eine Impfung besser reagieren. Mit dem Ziel einer optimalen Schutzwirkung werden vermutlich zwei Impfungen im Abstand von einem Monat verabreicht werden. Die Zugabe von Hilfsstoffen (Adjuvantien) kann die Immunantwort verbessern. Ältere Menschen sind etwas weniger bedroht, weil sie in ihrer Kindheit bereits Kontakt hatten mit ähnlichen Viren. Dadurch besteht eine Rest-Schutzwirkung. Die Impfung wird für alle Zielgruppen empfohlen und ist kostenlos. Die Freiheitsrechte garantieren dem Individuum, dass es sich selber entscheiden kann. Umso wichtiger ist, dass die Bevölkerung nach wissenschaftlichen Kriterien informiert wird. Die Risiken einer Impfung werden emotional anders wahrgenommen als die Risiken der Krankheit.

Stand: 02.02.2010