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Vormerkzeiten

Auf dieser Seite werden die Vormerkzeiten einiger aufschiebbarer (nicht-dringender) Leistungen erhoben, Stichtag 29.11.2017. Bitte beachten Sie: Dringende Leistungen werden sofort garantiert. Die hier publizierten Vormerkzeiten stellen eine Momentaufnahme des jeweiligen Erhebungstages dar. Sie können sich deshalb nach Veröffentlichung nach oben oder unten verändern. Veröffentlicht werden die Vormerkzeiten der wichtigsten Leistungen.

Liste der Leistungen

Informationen zu den Wartelisten

Vorwort
Zur Zeit findet auf Betriebsebene die Umstrukturierung der Zugangsmodalitäten zu den ambulanten Leistungen, mit der Differenzierung von Erstzugängen und Folgeleistungen statt. Außerdem sind in den Agendas differenzierte Plätze für die Erbringung von Leistungen auf Grund klinischer Prioritäten vorgesehen (siehe Beschlüsse der Landesregierung Nr. 856/2011, 724/2012, 249/2013).

Definition der Wartezeiten
Wartezeiten der ambulanten Leistungen: die Wartezeiten in der Sanität beginnen ab dem Moment des Auftretens einer Notwendigkeit und enden mit der Antwort durch den ärztlichen Befund. Es wird im allgemeinen als die Zeit definiert (im Wesentlichen ist es die Wartezeit, wie sie vom Bürger wahrgenommen wird), welche zwischen dem Moment der Vormerkung einer fachärztlichen ambulanten Leistung und dem Moment der Erbringung verstreicht.

Erstvisiten und Kontrollvisiten
Für eine effiziente Verwaltung der Terminkalender und Optimierung der Wartezeiten ist es wichtig, die Erstzugänge (diagnostische und therapeutische Visiten und Leistungen) und die darauffolgenden Zugänge (Kontrollvisiten) getrennt von einander zu gestalten. Der Zugang zu den fachärztlichen ambulanten Leistungen basiert auf Kriterien, welche sich wie folgt unterscheiden:
a.   Erstvisite: ist eine Facharztvisite, welche vom Arzt für Allgemeinmedizin, vom Kinderarzt oder vom Facharzt eines anderen Fachbereichs verschrieben wird (Leistungskodexe 89.7, 89.13, 89.26, 95.02 des aktuellen Landestarifverzeichnisses für die fachärztlichen ambulanten Leistungen);
b.  Leistungen, welche sich auf die diagnostische und therapeutische Kontinuität beziehen: also, fachärztliche Kontrollvisiten, welche von Ärzten des gleichen Fachbereichs und daher nach erfolgter Erstvisite des Patienten verschrieben werden (Kodex 89.01 des aktuellen Landestarifverzeichnisses für die fachärztlichen ambulanten Leistungen).

Prioritätsklassen
Die Prioritätsklasse ist ein wichtiges Instrument, um die notwendige Versorgung für diejenigen zu garantieren, welche auf Grund des existierenden Problems, die Notwendigkeit haben eine Leistung in kürzester Zeit zu erhalten. In keinster Weise darf diese verwendet werden, um die Wartezeit in beliebiger und willkürlicher Weise zu verkürzen.
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In der Provinz Bozen wird die nachfolgende Einteilung der Prioritätsklassen bestätigt:
U = dringend
Die Leistung ist so schnell wie möglich und in jedem Fall innerhalb von 24 Stunden zu erbringen.
Zugangskriterien: der Patient gelangt zur Krankenhausstruktur nach vorausgegangener Verschreibung eines Arztes (Arzt der Allgemeinmedizin, Facharzt). Der Arzt muss auf der Verschreibung das Problem oder den diagnostischen Verdacht anführen, der für die Überstellung des Patienten verantwortlich zeichnet, versehen mit dem Vermerk „DRINGEND“.
Kriterien für die Leistungserbringung: über die Erste Hilfe oder über den direkten Zugang durch den Leistungserbringer. Die Patienten mit einer dringenden Verschreibung haben direkten Zugang zur Krankenhausstruktur ohne Vormerkung über die Vormerkstellen und sie sind verpflichtet, soweit vorhanden, das Ticket zu bezahlen.
B = prioritär
Die Leistung muss innerhalb von 8 Tagen erbracht werden.
Zugangskriterien: der Patient, der eine Krankenhaus- oder Sprengelstruktur für eine prioritäre Leistung aufsucht, muss über eine ärztliche Verschreibung mit dem Vermerk „PRIOR“ verfügen.
Modalitäten für die Leistungserbringung: die Vormerkung erfolgt ausschließlich über die Einheitliche Vormerkungsstelle „EVS“ (soweit vorhanden).
D = aufschiebbar
Die Leistung muss in der Norm innerhalb von 60 Tagen für die Visiten und für die Feststellung erbracht werden (Ausnahmeregelung: bis zu 120 Tage für bestimmte Fachbereiche).
Zugangskriterien: der Patient, der eine Krankenhaus- oder Sprengelstruktur für eine aufschiebbare Leistung aufsucht, muss über eine ärztliche Verschreibung verfügen.
Modalitäten für die Leistungserbringung: die Vormerkung erfolgt über die Einheitliche Vormerkungsstelle „EVS“ (soweit vorhanden).
P = programmiert
Die Vormerkzeit für die programmierte Leistung hängt ausschließlich vom Facharzt/verschreibendem Arzt ab.

Für eine korrekte Wiedergabe der Einstufung der Vormerkzeit, ist es notwendig, dass jede ärztliche Verschreibung einen spezifischen klinischen Verdachtsfall anführt oder auch einen diagnostischen Verdacht und für die so genannten prioritären, vorrangigen Leistungen müssen die genaue Pathologie und der diagnostische Verdacht auf der Grundlage der zwischen den Krankenhausfachärzten und den Allgemeinmedizinern vereinbarten Vormerkzeit hierfür (im Rahmen der „RAO-Richtlinien“) angegeben werden. Sollte diese Anforderung fehlen, wird die Vormerkung dennoch über die zuständige Vormerkstelle vorgenommen.

Erhebungsmodalität der Wartezeiten
Die Erhebungsarten der Wartezeiten sind folgende:
Erhebung „ex-ante“: besteht in der Erhebung (Voraussicht) an einem bestimmten Tag/Zeitraum (letzter Mittwoch des Monats, wenn Feiertag, dann nächster Arbeitstag) unter Angabe der Differenz (in Tagen) zwischen dem zugewiesenem Datum der Leistungserbringung (Termin) und dem Datum des Kontaktes/der Vormerkung.

Datum des ersten verfügbaren Termins: ist das erste Datum, welches das Vormerksystem dem Bürger im Moment des Kontaktes/der Anfrage vorschlägt, unter Berücksichtigung der Prioritätsklasse, welche vom verschreibenden Arzt vorgegeben ist und der territorialen Zugehörigkeit (Provinz Bozen) des Betreuten. Bei der Erhebung der Wartezeiten werden die Termine berücksichtigt, auf welche weiter drei freie Plätze folgen.