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Screening gegen Gebärmutterhalskrebs

Zielgruppe

.Seit 2001 läuft in Umsetzung des Beschlusses der Landesregierung Nr. 4034/1999 ein Landesprogramm für die Verstärkung der Frühdiagnose des Zervixkarzinoms. Die Zielbevölkerung besteht aus allen ansässigen Frauen im Alter zwischen 23 und 65 Jahren. Sie werden alle 3 Jahre zur Durchführung des Pap-Tests und einer gynäkologischen Untersuchung eingeladen. Lässt eine Bürgerin den Pap-Test innerhalb von sechs Monaten nicht vornehmen, wird ihr eine Aufforderung zugeschickt. Nach weitern sechs Monaten folgt eine zweite und letzte Aufforderung. Die Frauen, die auf die Einladung nicht reagiert haben, werden nach drei Jahren nochmals kontaktiert.


Was ist ein Pap-Test?

Beim Pap-Test handelt es sich um eine Untersuchung, die in der Lage ist, einen Tumor im Gebärmutterhals schnell und frühzeitig zu erkennen. Ein solcher Tumor kann, da er nur nur langsam voranschreitet, wenn frühzeitig diagnostiziert, unter Beibehaltung der anatomischen und funktionellen Unversehrtheit des Bereichs geheilt werden kann.

Zusätzlich bietet die Untersuchung zahlreiche andere Informationen, z.B. ob Veränderungen im Vorkrebsstadium vorhanden sind. Wesentlich ist in diesem Zusammenhang auch die mögliche Diagnose einer Infektion mit einem besonderen Virus, dem sogenannten Papilloma Virus (HPV).

Aus der zytologischen Untersuchung lässt sich eine Reihe von Daten über das hormonelle Gleichgewicht der Frau gewinnen. Darüber hinaus kann der Pap-Test anzeigen, ob eventuelle Bakterien- oder Pilzinfektionen, wie beispielsweise Candida, vorliegen.


Wie läuft Pap-Test ab?

Der Pap-Test ist eine zytologische Untersuchung, die mit Hilfe des Mikroskops Zellveränderungen des Gebärmutterhalses feststellen kann. Um diesen Bereich analysieren zu können, ist die Entnahme von einigen abgelösten Zellen notwendig, die anschließend im Labor untersucht werden. Die Durchführung des Pap-Tests nimmt etwa zehn Minuten in Anspruch, normalerweise verläuft er schmerzfrei; leichte Unannehmlichkeiten kommen nur in Einzelfällen vor.

Zunächst wird die Patientin gebeten, sich von der Hüfte abwärts zu entkleiden und sich mit leicht geöffneten Beinen auf eine speziellen Liege zu legen. Mit einem speziellen Instrument, dem Spekulum, wird die Vagina leicht geöffnet. Das Zellmaterial wird vorsichtig vom Muttermund und aus dem Gebärmutterhalskanal entnommen.


Mögliche Ergebnisse und weitere Schritte

Welche Ergebnisse sind möglich?

  • Falls keine Veränderungen vorliegen, erhält die Frau das Resultat per Post zugestellt. Bisweilen muss der Test wiederholt werden, auch wenn die Entnahme exakt durchgeführt wurde. Dies ist der Fall, wenn die Anzahl der entnommenen Zellen nicht ausreicht oder wegen einer Entzündung die korrekte Analyse des Materials nicht möglich ist. In beiden Fällen werden per Brief alle nötigen Informationen zur Wiederholung der Untersuchung mitgeteilt.
  • Falls durch den Pap-Test Zellveränderungen bemerkt werden, wird die Frau telefonisch kontaktiert, um weitere, kostenlose Untersuchungen wie die Wiederholung des Tests und eine Kolposkopie zu vereinbaren. Die Kolposkopie ist eine ebenfalls einfache und schmerzfreie Untersuchung, die mit Hilfe des Mirkroskops eine detailliertere Sicht auf den Uterus ermöglicht. Die Untersuchung markiert die fraglichen Bereiche des Uterus, von denen Zellmaterial entnommen werden soll (Biopsie), um die Diagnose zu sichern.

Wie alle Untersuchungen ist auch der Pap-Test nicht fehlerfrei: in vereinzelten Fällen kann das Resultat auf Veränderungen hinweisen, die durch die weiteren Untersuchungen ausgeschlossen werden. In anderen Fällen kann es vorkommen, dass sich Veränderungen entwickeln, obwohl der Pap-Test ein reguläres Ergebnis gebracht hat. Normalerweise handelt es sich in diesen Fällen jedoch um Tumore, deren Eigenschaften mit diesem Test nicht festgestellt werden können.

Wichtige Ratschläge

Um ein gültiges Ergebnis zu erzielen, sollten in den dem Test vorangehenden drei Tagen Geschlechtsverkehr, interne Spülungen und vaginal verabreichte Medikamente vermieden werden. Außerdem darf der Test weder während der Menstruation noch in den drei der Menstruation vorangehenden bzw. nachfolgenden Tagen durchgeführt werden.

Der Test kann auch während der Schwangerschaft vorgenommen werden und auch von Frauen, denen Teile der Gebärmutter entfernt wurde. In beiden Fällen ist es jedoch wichtig, den Arzt/die Ärztin vor der Durchführung des Tests darüber in Kenntnis zu setzen. In Einzelfällen kann es auch sinnvoll sein, den Test durchzuführen, wenn die Frau nicht der Altersklasse der 23 bis 65-Jährigen angehört.

Weitere Informationen erhalten Sie unter der Telefonnummer 0471 907 199 von Montag bis Freitag von 8-12 Uhr.