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Krankenhaus Meran | 30.05.2011 | 09:25
Kongress zur Notfallmedizin
Bei einem Katastrophenfall kommt es gerade in der Krankenversorgung auf jeden Handgriff an. Vom 17. bis zum 18. Juni 2011 findet im Meraner Kurhaus ein internationaler Kongress zum Thema statt.
Hauptthema dabei wird die Katastrophenmedizin sein, ein Thema, das heutzutage aktueller denn je ist.
Die verheerenden Erdbeben in Haiti und Chile, die Umweltkatastrophe vor Florida, die Hitzewelle in Russland und die uns allen gut in Erinnerung gebliebene Katastrophe von Japan sind nur einige Beispiele von schwerwiegenden Umweltkatastrophen, die viele Todesfälle und enorme Schäden zu verzeichnen hatten. Experten nehmen an, dass diese Art von Katastrophen in den nächsten Jahren noch zunehmen könnten.
Allein im letzten Jahr kamen durch Naturkatastrophen rund 300.000 Personen ums Leben, eine traurige Bilanz, die 2010 einen unrühmlichen Höhepunkt der letzten zwei Jahrzehnte fand, das besagt eine Statistik des epidemiologisch-wissenschaftlichen Institutes der UNO.
Bei einem Katastrophenfall kommt es gerade in der Krankenversorgung auf jeden Handgriff an. Krankenhäuser und andere Einrichtungen müssen schnell und gezielt reagieren. Diese Plätze sollten einen sicheren Hort für Menschen in Not darstellen, auch wenn Konflikte manchmal eine große Rolle spielen, sollten Krankenhäuser ein neutrales Terrain sein.
Hier stellt sich die Frage: Sind unsere Krankenhäuser bereit für einen solchen Massenansturm an Verletzten? Die Organisation eines sogenannten "Massenanfall an Verletzten" verlangt eine präzise Einhaltung vorab definierter Richtlinien, nur dann ist die korrekte Bewältigung auch kritischer Phasen garantiert. Wichtig: eine gute Ausbildung des medizinischen Personals. Ziel des Kongresses ist es, die verschiedenen Berufsprofile im Gesundheitswesen auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen und ihnen wertvolle Informationen zu geben, um Massenanfälle und Katastrophen in Zukunft bestmöglichst handhaben zu können.