Hauptinhalt

News

Südtiroler Sanitätsbetrieb | 17.05.2012 | 16:06

Mit CGIL/AGB an einem Tisch

Von konstruktiver Atmosphäre geprägt war der Kongress „Beistand rund um die Uhr im Gesundheits- und Sozialsprengel“, welcher von der Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes CGIL/AGB organisiert wurde.

Die Reform des Territoriums, die Verlagerung vom Krankenhaus auf das Territorium, die Rolle der Haus- und Kinderärzte, des ärztlichen Bereitschaftsdienstes, vermehrte Information über die angebotenen Dienste in den Sozial- und Gesundheitssprengeln – das waren nur einige der Themen, die angeschnitten wurden.

Obwohl die Rednerinnen und Redner – vom Landesrat für Gesundheit, Dr. Richard Theiner, bis hin zum nationalen Koordinator für konventionierten Medizin FP CGIL, Dr. Nicola Preiti, bis zum Pflegedirektor Dr. Robert Peer und Vera Lamonica, Sekretariat CGIL - naturgemäß unterschiedliche Positionen einnahmen, einte sie alle eine Botschaft: Es ist unerlässlich, dass die territorialen Dienste verstärkt und ausgebaut werden, die Rolle der Hausärztinnen und –ärzte muss neu definiert werden, damit die Betreuung in Zukunft noch bürgernäher wird.

„In einer unterschiedlichen Realität wie in der unseren muss dem auch mit einem unterschiedlichen Betreuungsangebot Rechnung getragen werden. Der Südtiroler Sanitätsbetrieb versucht seit mittlerweile fünf Jahren ein multidisziplinäres Angebot auf dem Territorium anzubieten. Auch Initiativen wie Mini-Hospize oder die Betreuungskontinuität der Palliativkranken gehen in diese Richtung“, so Dr. Robert Peer. Der Pflegedirektor wies gleichzeitig auf eine Neuerung im Pflegesektor auf dem Territorium hin: Die Einführung des sog. „Familienpflegers“, dessen Rolle in Zukunft noch ausgebaut werden sollte.

"In Südtirol wurde in dieser Hinsicht bereits viel unternommen“, so Albert Tschager, Direktor der Landesabteilung Gesundheit, „man möge sich nur die 20 Sprengel, die 15 Stützpunkte, die 283 Hausärztinnen und –ärzte, die 61 Kinderärztinnen und –ärzte oder das kapillare Netz der territorialen Dienste vor Augen halten. Dank diesem sind wir in der Lage, bereits jetzt ein multidisziplinäres Angebot anzubieten, welches keinen Vergleich mit dem Krankenhaus zu scheuen braucht. Dies sind wichtige Voraussetzungen, damit wir an Verbesserungen arbeiten können.“

Das Südtiroler Gesundheitswesen ist demzufolge ein fruchtbarer Acker, auf welchem das Pflänzchen der Reorganisation und des territorialen Ausbaus wachsen und gedeihen kann, wählte Vera Lamonica vom nationalen Sekretariat der Gewerkschaft CGIL den botanischen Vergleich: „Südtirol hat alle Voraussetzungen, um positive Änderungen in Richtung Betreuung der Bürgerinnen und Bürger zuzulassen, da viele Probleme bereits gelöst wurden.“


Informationen: Abteilung Kommunikation und Marketing - Tel. 0471 907 138, E-Mail: tatiana.debonis@asdaa.it

(SF)