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Strahlentherapie (betrieblicher Dienst)

Kontakte

Die Strahlentherapie ist ein Dienst des Südtiroler Sanitätsbetriebs, mit vorläufigem Sitz bei der Bonvicini Klinik, M. Pacherstr. 12, Bozen. Der Bau eines neuen Dienstes im Krankenhaus Bozen ist geplant.
Direktor: Dr. Peter Lukas
Verantwortlicher Arzt: Dr. Martin Maffei
Koordinator: Andreas Tschurtschenthaler
Sekretariat: Montag-Donnerstag 8:00-16:30 Uhr; Freitag 8:00-15:00 Uhr
Tel. +39 0471 442 770
Fax 0471 442 763
E-mail: radioterapia@asbz.it


Über uns

Strahlentherapeuten im Dienst der Abteilung: Dr. Martin Maffei, Dr.in Verena Obermüller, Dr.in Paola Orrú, Dr.in Marlen Plankensteiner, Dr.in Justyna Waskiewicz, Dr. Said Bou Selman, Dr.in Sarah Rainer (Assistenzarzt).

Der Dienst für onkologische Strahlentherapie des Sanitätsbetriebs Bozen wird in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Innsbruck geführt. Die Abteilung ist hauptsächlich den  in der Provinz Bozen ansässigen Patienten gewidmet und verfügt über drei Linearbeschleuniger, ein CT Gerät für die 3D-Planung, ein System für virtuelle Simulation, Dosisrechnungssysteme und über alle für die genaue Positionierung der Patientin bzw. des Patienten notwendigen Vorrichtungen.

Unser Bemühen ist es, im interdisziplinären Einklang die bestmögliche Versorgung von Patientinnen und Patienten, die eine radioonkologisch - strahlentherapeutische Behandlung benötigen, zu gewährleisten. Die Vorstellung des klinischen Falles erfolgt meistens in den interdisziplinären Besprechungen, darf aber auch mittels Zusendung der medizinischen Dokumentation oder Selbstvorstellung der Patientin und des Patienten erfolgen.

Zur Festlegung eines optimalen Behandlungskonzeptes wird jede Patientin/jeder Patient nach Durchführung aller relevanten Voruntersuchungen zunächst im Rahmen des bereits erwähnten Tumorboards, an dem Spezialisten aller beteiligten Fachgebiete teilnehmen, vorgestellt und besprochen. Sollte die Strahlentherapie ein Teil des festgelegten Behandlungskonzeptes sein, wird die Patientin/der Patient  telefonisch verständigt, dass wir sie/ihn zu einem ausführlichen Informationsgespräch an unsere Ambulanz bestellt haben. Sinn und Ablauf der Behandlung sowie mögliche Nebenwirkungen und entsprechende Verhaltensmaßnahmen werden während des Erstgesprächs erläutert. Jeder Patientin/jedem Patienten soll damit auch die Möglichkeit gegeben werden, Fragen zu stellen und über ihre/seine Ängste und Sorgen zu sprechen. Vor Beginn der Strahlentherapie ist eine schriftliche Einverständniserklärung erforderlich.

 

Vorbereitung und Planung:

Um das bestmögliche Behandlungsergebnis zu erzielen, sind entsprechende Vorbereitungen nötig, die einige Tage in Anspruch nehmen können. Zur genauen Bestrahlungsplanung ist eine exakte Patientenlagerung Voraussetzung. Spezielle Lagerungshilfen (z.B. Masken, Kissen, Matten) werden teilweise individuell hergestellt und angepasst. Im Anschluss daran wird eine Computertomographie der zu bestrahlenden Region durchgeführt. Um eine exakte Positionierung und Einstellung des Patienten/der Patientin auch während der Bestrahlung zu gewährleisten, werden mit speziellen wasserfesten Stiften Markierungen an der Haut angebracht (Tatoos). Nach der Untersuchung zeichnet das ärztliche Personal zunächst das zu bestrahlende Volumen sowie alle benachbarten Organe (Risikoorgane) an den CT-Schnittbildern ein. Im Anschluss daran erfolgt die Bestrahlungsplanung durch MedizinphysikerInnen, welche gemeinsam mit den behandelnden ärztlichen Personal am Planungscomputer eine individuelle Anordnung von Strahlenfeldern festlegen. Ziel ist eine optimale Verteilung der Bestrahlungsdosis im Tumor unter gleichzeitig bestmöglicher Schonung der umliegenden Gewebe und Organe.

Bestrahlungsablauf:

Am Behandlungstisch wird der Patient/die Patientin mit Hilfe der Hautmarkierungen und entsprechender Lagerungshilfen ebenso positioniert wie in der Planungs-Computertomographie. Ein spezielles Röntgengerät am Linearbeschleuniger ermöglicht eine Überprüfung jedes einzelnen Bestrahlungsfeldes unmittelbar vor Therapiebeginn. Solche Verifikationsaufnahmen werden mindestens wöchentlich durchgeführt, um eine korrekte Bestrahlung zu gewährleisten. Für spezielle Behandlungstechniken wie die stereotaktische Bestrahlung steht ein Linearbeschleuniger mit integriertem Computertomographen zur Verfügung, welcher eine millimetergenaue Einstellung ermöglicht. Die Behandlungsdauer beträgt je nach Tumorerkrankung zwischen vier und acht Wochen, wobei die Bestrahlung in der Regel an allen Wochentagen jeweils einmal täglich durchgeführt wird und 15-20 Minuten in Anspruch nimmt. In den meisten Fällen kann die Behandlung ambulant durchgeführt werden, sodass die Patienten ihre gewohnte Umgebung nicht aufgeben müssen. Sollte es aber erforderlich sein, kann die Strahlentherapie auch unter stationären Bedingungen erfolgen. Bei Therapieende wird ein ausführliches Abschlussgespräch geführt, es werden weitere Maßnahmen erläutert und Termine zur Nachsorge vereinbart. Kontrollen an der Radioonkologie sind zur Beurteilung und Behandlung spezieller strahlentherapeutischer Akut- und Spätnebenwirkungen in regelmäßigen Abständen notwendig.

Behandelte Patologien:

  • Mammakarzinom
  • Prostatakarzinom
  • Zerebrale Neoplasien
  • Hals-und Kopftumoren
  • Gastro-intestinale Erkrankungen
  • Lynphome
  • Hautneoplasien
  • Hirn-, Knochen- und Weichteilenmetastasen

Spezielle Bestrahlungtechniken:

  • IMRT (Intensitätsmodulierte Radiotherapie), VMAT (Volumenmodulierte Rotationsbestrahlung)

Hochpräzisionstechniken:

  • ESRT (Extrakranielle stereotaktische Radiotherapie) - Primärtumoren der Lunge, Metastasen der Lunge und Leber
  • Kranielle Stereotaxie (im Kopf): Metastasen und Rebestrahlungen
  • DIBH deep inspiration breath hold

 

 

Kooperation, Zusammenarbeit:

Universitätsklinik für Strahlentherapie-Radioonkologie Innsbruck
Zentrum für Protonentherapie Trient

 

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[ Formulare: Gesundheitsbezirk Bozen]
Zuweisung (Dienst für Strahlentherapie)
  1. Zuweisung Patient/in
    (PDF 76 KB)

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