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Vergütung von gesundheitlichen Leistungen (indirekte Betreuung)

Hier die Formulare zum Herunterladen

Allgemeine Beschreibung

Für bestimmte fachärztliche ambulante Leistungen folgender Fachrichtungen, sofern diese im Abkommensweg nicht durchführbar sind, ist eine Vergütung nach Tarif vorgesehen:

ohne Verschreibung:

  • Frauenheilkunde, Stomatologie, Psychiatrie, Neuropsychiatrie im Kindesalter

mit Verschreibung:

  • Augenheilkunde, Dermatologie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Neurologie, Orthopädie, Urologie, Allergologie, Rheumatologie, Kinderneuropsychiatrie, Endokrinologie, Diätologie, Gastroenterologie, Kardiologie, Physikalische Medizin und Rehabilitation, Plastische Chirurgie

Für zahnprothetische Leistungen und kieferorthopädische Behandlungen ist die Vergütung mit dem Einkommen und dem Vermögen gekoppelt (es muss ein eigenes Ansuchen ausgefüllt werden).

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb garantiert den BürgerInnen für jene Leistungsbereiche, in denen die Vormerkzeiten für nicht-dringende Visiten die 60 Tage überschreiten, eine Vergütung in der Höhe von 50 €.

Vergütet werden Rechnungen der fachärztlichen Bereiche, die der Südtiroler Sanitätsbetrieb monatlich als „unterversorgt“ erhebt. Als unterversorgt gelten jene Leistungen, für die im zuständigen Gesundheitsbezirk und den benachbarten Gesundheitsbezirken (in den Krankenhäusern Bozen, Brixen, Meran und Bruneck) KEINE Vormerkung innerhalb der 60 gesetzlich vorgesehenen Tage garantiert werden kann. 

Pro Gesundheitsbezirk wird eine Liste dieser unterversorgten Bereiche erstellt, die jeweils am Monatsersten auf der Webseite www.sabes.it/indirektebetreuung und als Aushang in den Gesundheitssprengeln veröffentlicht wird. Diese Listen gelten 3 Monate (Monat der Veröffentlichung plus weitere 2 Monate). Für eine Rückvergütung reicht es, wenn in EINEM dieser 3 Monate die Leistung als unterversorgt galt.  

Jede Vergütung beträgt pro Rechnung bzw. Honorarnote 50 €. Die Rechnung muss zur Vergütung wie bisher innerhalb 6 Monaten ab Rechnungsdatum bei den Gesundheitssprengeln eingereicht werden.  

Für Krankenhausaufenthalte (z.B. in Privatkliniken - im Ausland in Strukturen, die mit dem nationalen Gesundheitsdienst nicht vertragsgebunden sind) ist auch eine Vergütung vorgesehen.

Zugangsvoraussetzungen

Die Vergütung von ambulanten Facharztleistungen und von Krankenhausaufenthalten ist für Bürger/innen, die ihren Wohnsitz in Südtirol haben und in den Landesgesundheitsdienst eingetragen sind, vorgesehen und kann vom Arzt für Allgemeinmedizin, vom Kinderarzt oder von einem beim Landesgesundheitsdienst angestellten Arzt verschrieben werden. 

Die Vergütung von zahnprothetischen Leistungen und kieferorthopädischen Behandlungen muss nach Abgabe der einheitlichen Einkommens- und Vermögenserklärung (EEVE) beim gebietsmäßig zuständigen Gesundheitssprengel beantragt werden.

Es gelten folgende Vergütungskriterien:

  • Für die Vergütung braucht es eine ärztliche Verschreibung auf dem rotem Rezeptblock des Gesundheitsdienstes. Die Verschreibung muss ein Datum aufweisen, welches vor dem Ausstellungsdatum der entsprechenden Rechnung bzw. der Honorarnote liegt. 
  • Es werden grundsätzlich die fachärztlichen (nicht-dringenden!) Visiten und die instrumentaldiagnostischen Leistungen vergütet, deren Vormerkzeiten beim Südtiroler Sanitätsbetrieb und den konventionierten Strukturen die 60 Tage überschreiten.
  • Für die Fachrichtung Zahnheilkunde werden prothetische und nicht-prothetischen Leistungen (z.B. fachärztliche Visiten, Zahnsteinentfernung, Füllungen, Wurzelbehandlungen, Röntgenaufnahmen usw.) rückvergütet. Die Voraussetzungen für die Vergütung der prothetischen Leistungen (Kronen, Prothesen und Regulierungsapparate) bleiben unverändert einkommens- und vermögensabhängig (EEVE). Zur Gewährung der Vergütung darf die Familiengemeinschaft nicht einen Faktor der wirtschaftlichen Lage von mehr als 3 verfügen. Auch bei nicht-prothetischen Zahnarztleistungen gelten ab 1.1.2013 die gleichen Kriterien für einkommens- vermögensabhängige Rückerstattung. Der in Rechnung gestellte Gesamtbetrag für nicht-prothetische Leistungen muss mindestens 200 € betragen. Die Rückvergütung beträgt je nach Höhe der Rechnung 50 € - 200€. 

Die Bürger haben Anspruch auf Vergütung von Krankenhausaufenthalte, unter der Voraussetzung, dass der Aufenthalt vom Wahlarzt vor der Aufnahme oder spätestens am gleichen Tag der Aufnahme, verschrieben worden ist.

Bei dringenden Aufnahmen muss eine von der Klinik ausgestellte Bescheinigung, aus welcher die Dringlichkeit hervorgeht, eingereicht werden.

Diese Bestimmung gilt nicht für die Fachbereiche, Frauenheilkunde, Stomatologie und Psychiatrie, bei denen direkter Zutritt erfolgt.

Bei nicht programmierten, notwendigen sanitären Leistungen im Ausland während eines zeitweiligen Aufenthaltes (Urlaub, Durchreise) kann (falls die Europäische Krankenversicherungskarte nicht angenommen oder vergessen wurde), der/die Bürger/in eine Anfrage um Vergütung stellen. Dieselbe Regelung gilt auch für andere Länder, bei der die bilaterale Konvention die gleiche Vergütungsmöglichkeit vorsieht.

Termine

Die Dokumentation bei ambulanten fachärztlichen Leistungen (Originalrechnungen, Zahlungsbestätigungen, Verschreibung des Wahlarztes sofern vorgesehen) muss innerhalb von 6 Monaten ab Ausstellungsdatum der Rechnung eingereicht werden.

Der Beitrag für zahnprothetische Leistungen (fixe oder mobile Zähne) für dasselbe Element kann erst nach Ablauf von 5 Jahren ab Ausstellungsdatum der Rechnung erneut gewährt werden.

Die Dokumentation bei Krankenhausaufenthalte (Originalrechnungen, Zahlungsbestätigungen, Verschreibung des Wahlarztes sofern vorgesehen) muss innerhalb von 6 Monaten ab Entlassungsdatum bei dem Sprengel/Verwaltungsdienst des Territoriums eingereicht werden.

Bei nicht programmierten notwendigen sanitären Leistungen im Ausland während eines zeitweiligen Aufenthaltes müssen die Unterlagen innerhalb von 3 Monaten ab Bezahlung der Rechnung eingereicht werden.

Der Rekurs gegen den Entscheid des zuständigen Gesundheitsbezirkes  (nicht Zurückerstattung der Kosten) muss beim zuständigen Landesamt für Krankenhäuse innerhalb 30 Tage ab Erhalt der Ablehnung des Gesundheitsbezirkes einreicht werden.

Notwendige Dokumente

Dem Ansuchen ist folgende Dokumentation beizulegen:

  • Originalrechnungen
  • Zahlungsbestätigungen
  • Bewilligung des Wahlarztes oder eines bediensteten Arztes des Landesgesundheitsdienstes, sofern vorgesehen

Kosten

Die Nutzung dieses Dienstes ist kostenfrei.

Verweis auf Gesetzesbestimmungen; Verordnungen

Weitere Informationen

Falls der Gesundheitsbezirk die Rückerstattung der Kosten für die indirekte Betreuung nicht genehmigt, kann der/die Bürger/in Rekurs beim  Landesamt für Krankenhäuser, Kanonikus-Michael-Gamper Nr. 1, 39100 Bozen (innerhalb 30 Tage ab Erhalt der Ablehnung) einreichen.

Hier finden Sie Informationen zur einheitlichen Einkommens- und Vermögenserklärung (EEVE).

Zuständige Einrichtung

Zuständige Verwaltungseinheit: Südtiroler Sanitätsbetrieb

Adresse: Sparkasse-Str. 4, 39100 Bozen

Telefon: 840002211

Fax: 0471 907 114

PEC: admin@pec.sabes.it

Website: http://www.sabes.it

Parteienverkehr:

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(Letzte Aktualisierung: 21.05.2015)